Spuren zeugen von Vergänglichkeit und sind Fragmente ihrer Zeit. Sie dokumentieren die jeweiligen Gegebenheiten und wirken bis in die Gegenwart. In der Wahrnehmung, temporären Sicherung und Zuweisung von Spuren besteht für mich die große Faszination und Magie der Kunst.
Mich reizt die Auseinandersetzung mit dem zeitlichen und dem tatsächlichen Raum.  Die natürlichen und gewollten Prozesse verändern das von mir verwendete Material, dabei hinterlasse ich zusätzliche Spuren oder verdecke vorhandene. Jede Zugabe oder Wegnahme, jeder Strich, jede Beschaffenheit steht für eine eigene Zeitdimension und  auch für einen neuen Zweck, oder Inhalt.
Werden,Vergehen und die temporäre Sicherung des bearbeiteten Materials im Kontext mit dem Raum schaffen somit eine Projektionsfläche für die eigene Interpretation des Betrachters.


Stoffskulpturen-und Objekte

Für meine Installationen und Objekte habe ich mit Stoff und Garnen bewusst ein feminin besetztes, vergängliches Material gewählt. Seit Jahrtausenden haben Frauen dieses Material zweckgebunden bearbeitet und mit den gleichen Techniken, dem Stopfen, Wachsen und Vernähen, bearbeite ich das Material nun so, dass nur noch eine künstlerische Zuweisung möglich ist.
Meine Installationen sind prozesshafte Arbeiten, das heißt Inhalt und Form verbleiben nur für einen begrenzten Zeitraum. Der fortlaufende Entstehungsprozess eines Werkes unter Einwirkung von Zeit, Raum,Gegebenheiten, wie Berührung, und Transport, ist wichtiger als die Sicherung.


Malerei und Zeichnung

Die Linie und die Zeichnung ist die älteste Spur menschlicher Kreativität und hat eine starke Ausdruckskraft. Meinen künstlerischen Ursprung sehe ich in der Zeichnung.
Der Linienstrich zerteilt ,begrenzt die Fläche und teilt den Raum. Sie kreuzt, verbreitert sich, wird zum Kreis, zur Schrift und zur Ellipse. Aus den Linien entstehen meine Objekte, Malereien und Zeichnungen. Zweidimensional und konkret angelegt, entwickeln sie als Objekt ihr Eigenleben. Die Grenze zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit wird fließend. Anne Ulrich lebt und arbeitet in Bochum und hat an der FH Dortmund Design und freie Malerei studiert.

 

Ausstellungen

 

2005 Albert-Schmidt-Haus/ Bochum

2007 art_reservat/ Bochum

2008 art_reservat/ Bochum

2009 Akademie Mont-Cenis/ Herne,

2009 Wollboden/ Essen-Kettwig (Gruppe 4fach)

2010 Akademie des Justizministeriums/ Recklinghausen

2011 Landgericht/ Essen

2011 2neun2/ Bochum (Gruppe 4fach)

2012 Tuchmachermuseum Bramsche/Osnabrück (Gruppe 4fach)

2012 Justizakademie/ Recklinghausen

2013 Ballhaus/ Düsseldorf

 

Links

http://gabi-mett.de/start-2/

 

http://www.tuchmachermuseum.de/magazin/artikel.php?artikel=268&type=2&menuid=53&topmenu=54&date=2011-11-15

 

https://www.facebook.com/pages/NIKA/557382344396837?sk=info&tab=page_info